Damen I – 7. Spieltag in Erkner (13.01.2018)

Der Heimspieltag der Erkneraner Volleyballerinnen in der Brandenburgliga am 13.01. stand zunächst im Schatten des vorangegangenen Derbys sieben Tage zuvor – und sollte am Ende doch ein ganz besonderer werden.

Empfangen wurden die Gäste von KSC ASAHI Spremberg und SV Energie Cottbus II. Im Duell der Gäste schaffte es der Tabellenletzte aus Spremberg 2:0 in Führung zu gehen, ehe starke Cottbuser das Spiel drehten und 3:2 für sich entscheiden konnten.

Im ihrem ersten Spiel traten die Erkneranerinnen gegen ASAHI Spremberg an und legten los wie die Feuerwehr. Mit lautstarker Unterstützung in eigener Halle schaffte es die Heimmannschaft einen Ball nach dem anderen im Feld der Spremberger zu versenken. Den ersten bitteren Rückschlag gab es jedoch, als sich beim Stand von 15:7 Mittelblockerin Sabine Siebert verletzte, die zuletzt vielen Angreiferinnen mit starken Block Aktionen den Zahn gezogen hatte. Dennoch schaffte es das Team aus Erkner diesen Ausfall gemeinsam zu kompensieren und den Satz deutlich für sich zu entscheiden. Im zweiten Satz jedoch schlichen sich bekannte Fehlermuster ein: Der strukturierte Spielaufbau wich Ball für Ball mehr einem Geplänkel, in dem sich beide Teams zwar läuferisch forderten, die Heimmannschaft jedoch ihre Stärke am Netz nicht mehr ausspielte und folgerichtig den Ausgleich hinnehmen musste. In den folgenden beiden Sätzen gewannen die Erkneranerinnen jedoch wieder die Kontrolle über das Spiel und setzten sich mit 3:1 durch (25:12; 21:25; 25:18; 25:19).

Das anschließende Spiel gegen den Gegner von Energie Cottbus bot dann höchsten Unterhaltungswert für alle Beteiligten. In einem knappen ersten Satz, in dem sich selten ein Team mit mehr als einem Punkt absetzen konnte, setzten sich die Gäste aus Cottbus nach über 30 umkämpften Minuten knapp durch. Der zweite Satz startete deutlich besser für die Heimmannschaft. Dank einer  sehr aufmerksamen Feldverteidigung, aber auch ungewohnten Aufbaufehlern der Gäste, ging das Team aus Erkner schnell mit fünf Punkten in Führung. Nachdem Schiedsrichter und Cottbuser Trainer in der Bewertung des Spielzugs zum 12:7 unterschiedlicher Meinung waren, kochten die Gemüter hoch und resultierten in zwei roten Karten für die Gäste (wiederholte Verzögerung und Meckern). Die angeprangerte Einschätzung der Schiedsrichter erwies sich jedoch als nicht entscheidend: Denn die Heimmannschaft brachte mit einem starken Auftritt eine 11-Punkte Führung zum deutlichen Satzerfolg ins Ziel. In einem nun sehr emotional geführten Spiel gelang es dem Team aus Erkner insbesondere mit immer stärkeren Abwehraktionen Oberwasser zu behalten. Zwei Sätze (und eine weitere gelbe Karte für die Gäste) später setzte sich Erkner mit 3:1 (25:27; 25:14; 25:22; 25:22) gegen Cottbus durch und gleichzeitig an die Tabellenspitze der Brandenburgliga.