Damen I – 2. Spieltag in Magdeburg (30.09.2018)

Damen I erkämpfen ersten Auswärtspunkt

In einem wendungsreichen Spiel haben unsere Damen in der Regionalliga zwar noch keinen Sieg, aber ihren ersten Punktgewinn am zweiten Spieltag verbuchen können. Dabei schien das enge Tie-Break-Spiel bereits zweimal früh zu Gunsten eines Teams zu kippen.

Zunächst sah es nicht gut für die knapp besetzte Gastmannschaft aus. Nach zweistündiger Anreise begann das Spiel mit ungewohnt vielen direkten Annahmefehlern. Doch auch wenn direkte Punkte unter dem Druck der stark aufschlagenden Magdeburgerinnen im Laufe des Satzes zunehmend abgewendet werden konnten, war es dem Team aus Erkner leider kaum möglich ausreichend Druck aus dem eigenen Annahmekomplex zu erzeugen. So musste VSV Trainer Küchler bereits bei 6:13 die zweite Auszeit ziehen. Mit zunehmender Stabilität in der Annahme schafften es die Randberlinerinnen den beträchtlichen Rückstand einzuschmelzen mit Zwischenständen von 14:19; 18:22 und 22:24 wehrte das Team aus Erkner den ersten Aufschlag erfolgreich ab, bevor Karoline Hackenschmidt den zweiten Satzball spektakulär im Block abwehrte. Ein druckvoller Aufschlag und ein erfolgreicher Außenangriff später, vollendeten die Erkneranerinnen ihre Aufholjagt und drehten den Sieben-Punkte-Rückstand in ein viel umjubeltes 26:24.

Der zweite Satz verlief von Beginn an optimal aus grün-weißer Sicht. Einerseits erhöhte sich die Fehlerquote der Magdeburgerinnen dramatisch. Andererseits schaffte es der Annahmeriegel Kupfer-Küchler-Kroll über weite Strecken sehr stabil die verbleibenden, erfolgreichen Aufschläge mit steigender Genauigkeit zu entschärfen. Mit druckvollen Aufschlägen (aber auch Dank der neben sich stehenden, magdeburger Annahme) sicherten sich die Erkneranerinnen den nie wirklich gefährdeten Satz mit 25:16.

Unglücklicherweise erfuhr dieses denkwürdige Spiel nun seine zweite Wendung. Als hätte es den zweiten Satz nie gegeben, fanden die Magdeburgerinnen zu alter Aufschlagstärke zurück und schafften es zeitgleich sowohl den Druck deutlich zu erhöhen, als auch ihre eigene Fehlerquote dabei auf ein Minimum zu setzen. Es folgten gleich zwei Sätze, in denen die erkneraner Zuspielerinnen Kadow und Etzold nicht zu beneiden waren. Selbst die 180km Fahrtstrecke nach Magdeburg verblasste in Anbetracht der Wege, die die beiden in den folgenden Sätzen zum Zuspielort zurücklegen mussten. Dem gestörten Spielaufbau geschuldet, konnten die Gäste aus Erkner nur noch wenig Druck aufbauen. Mit darüber hinaus insgesamt 12 direkten Aufschlagpunkten, fuhren die Magdeburgerinnen völlig verdient zwei deutliche Sätze (zu 12 und zu 18) ein.

Während Kapitän Dorothea Prüfer ein zweites mal an diesem Tag zur Wahl schritt versuchte der dünn besetzte Erkneraner Kader noch einmal Kräfte und Konzentration zu sammeln. Das war leider nur bis zum Wechsel von Erfolg gekrönt. Zwar erlaubten sich die Randberlinerinnen wenige Ungenauigkeiten, dennoch schafften sie es Druck aus dem Annahmekomplex aufzubauen und ihrerseits einige Angriffsaktionen der Heimmannschaft besser zu unterbinden, was bis zur Hälfte des Tie Breaks ein ausgeglichenes Spiel ermöglichte. Dieses ausgeglichene Spiel fand ein jähes Ende, als zunächst Slabon, später Polter für Magdeburg an den Aufschlag gingen. Mit drei weiteren direkten Aufschlagpunkten und einer hohen Fehlerquote auf erkneraner Seite entschieden die Magdeburgerinnen den Tie Break und damit 2 der 3 Punkte für sich.

Nach dem Spiel hat es lange gedauert, das Geschehene einzuordnen. Einerseits war die 2:0 Führung überaus verdient und der Auswärtspunkt wertvoll. Andererseits hatte man am Ende des Spiels den Eindruck, lediglich dem starken Aufschlagspiel der Magdeburgerinnen unnötig erlegen zu sein, sodass sich der gewonnene Punkt am Ende ein wenig wie zwei verlorene anfühlte. Mit abgeputztem Mund und ermunternden Metaphern über das Ernährungsverhalten von Eichhörnchen geht es kommenden Samstag endlich in das erste Heimspiel – gegen die Mädels des BBSC!